Themenschwerpunkt SAP Instandhaltung

01. Oktober 2018 • 09:16 Uhr

SAP Instandhaltung

Das Thema Instandhaltung in SAP lässt sich längst nicht mehr in den altbewährten Modulnamen „PM“ (Plant Management) pressen. Es verbindet momentan bereits viel mehr Prozesse, als es eine einfache Werksinstandhaltung überhaupt abbilden könnte. Doch meiner Meinung nach ist auch das Thema unter dem Begriff „Asset Management“ nicht korrekt getroffen, denn die Prozesse sind nicht mehr nur über Assets gelegen. 

Das bestätigen auch die Ergebnisse des Praxisworkshops aus unsere Veranstaltung SAPshots vom Oktober 2018. Denn die Digitalisierung der „Instandhaltung“ ist zum Teil schon getan – in Form der Digitalisierung der Prozesse. Dieser Schritt war wichtig um die Daten zeitnahe und digital ins SAP zu bekommen, denn die Datenqualität und die Datenbasis ermöglichen erst die nächsten Schritte. Nämlich hingehend zur Automatisierung und rule-based bzw. sogar hin bis zu predictive Ansätzen.

Die Möglichkeiten zur Nutzung der Daten sind jetzt bereits mannigfaltig. Umso interessanter waren auch die Fragen, inwieweit die Datenflut in ein ERP System gelangen soll. Hier muss man vom System her stark abgrenzen, wo die Entscheidungen passieren. Eine Prozessdigitalisierung sollte im SAP ERP Platz finden. Und auch die Kennzahlen (in komprimierter Form) können das SAP System erreichen.

 

Hier zeigen sich durch den Digital Core von SAP und das gesamte digitale Konzept bereits die Mehrwerte der Digitalisierung, und dies plattformübergreifend. 

 

Wenn es um das Thema Big Data und Sensorikdaten geht, ist die SAP HANA Datenbank das richtige Toolset, allerdings meiner Erfahrung nach nicht zwingend SAP ERP die richtige Software darauf. So kann z.B. mittels dem Produkt SAP PdMS die Flut der Daten gesammelt, analysiert und ausgewertet werden. Die Regeln beeinflussen danach die weitere Datenverarbeitung und die anschließenden Prozessschritte in einem SAP ERP. Hier zeigen sich durch den Digital Core von SAP und das gesamte digitale Konzept bereits die Mehrwerte der Digitalisierung, und dies Plattform-übergreifend.

Über die SAP Cloud Platform können im Anschluss die Algorithmen hinsichtlich Predictive und Artificial Intelligence (AI) eingebunden werden.

Jedes selbstlernende System lebt von den gesammelten Daten und abgeleiteten Schritten. Aber bevor man diese Welt betritt, kann man bereits jetzt mit einem Regelwerk und einem automatisierten Meldesystem (Alerting) die Stillstandzeiten und auch die Einsatzplanung von Kapazitäten optimieren. Einen guten Einblick dafür bietet unser diesjähriger Showcase, den wir gemeinsam mit unserem Kunden „GlobeAir“ umgesetzt haben. Hier zeigen wir, wie wir auf digitalem Weg die Betriebsdaten der Flugzeugflotte unseren Kunden mit Hilfe von SAP PdMS abgreifen und mittels Regelwerk die Instandhaltung unterstützen. 

 

Interessante Erkenntnisse aus den Praxisgesprächen, und vermutlich auch ein zukunftsträchtiger Bereich, ergaben sich durch Diskussionen über den Bereich des Aftersales-Managements und die Möglichkeit neuer Gesprächsprozesse mittels Service oder PerUser. Dies betrifft vor allem die anlagenintensive Branche des Maschinenbaus.

Visionen in dieser Hinsicht sind zudem schon teilweise bei den Unternehmen angekommen. Jetzt heißt es für uns daher die Daten und die technische Basis für die Umsetzung zu entwickelt, denn INFORMATICS ist der richtige Partner für diese Herausforderungen.

Kommentar von Otto Kitzmüller, Geschäftsführer INFORMATICS 

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