MedTech-Projekt: Senseburn

06. Juni 2018 • 13:02 Uhr

Ganz heiße Forschung

Im Rahmen eines europäischen Forschungsteams arbeitet INFORMATICS an einem revolutionären MedTech-Projekt namens „SenseBurn“. Das Gerät – basierend auf Mikrowellen-Brenntiefensensoren – soll die Behandlung von Verbrennungsopfern deutlich verbessern.

Alfred North Whitehead war ein brillanter Mathematiker und Philosoph, der das Standardwerk „Principia Mathematica“ über die Logik herausbrachte. Sein Zitat: „Es braucht einen sehr ungewöhnlichen Geist, um die Analyse des Offensichtlichen durchzuführen“, begegnet dem Besucher auf der Website des internationalen Forschungsprojekts SenseBurn, und das passt perfekt. SenseBurn ist ein nicht-invasives Diagnosetool, das genaue Analysedaten bei Verbrennungspatienten liefert. Das Offensichtliche – die Verbrennung – ist nicht zu übersehen, nur ist die Feststellung der Verbrennungstiefe und -fläche nach wie vor problematisch. Doch nur diese Kenntnis ermöglicht die ideale Behandlung von Verbrennungen, denn die Ermittlung der tatsächlichen Wundfläche ist u.a. maßgeblich für die medizinische Therapie und die richtige Dosierung der Medikamente.

Das europäische Konsortium, bestehend aus der Uppsala University, Akademiska Sjukhuset (Uppsala), Hytton Technologies (alle Schweden), Datametrix (Schweiz) sowie den beiden österreichischen Vertretern RISC Software GmbH und INFORMATICS, ist dabei, mit SenseBurn die Behandlung von Verbrennungswunden zu revolutionieren. Das Konsortium will ein sicheres, kostengünstiges, tragbares und nicht-invasives Gerät entwickeln, das mit einem Mikrowellen-Brenntiefensensor, einem 3D-Brennflächenbild und der dementsprechenden intelligenten Software ein Brennprofil aus klinischen Studien ermittelt.

Die RISC Software GmbH, mit der INFORMATICS schon einige Projekte absolviert hat, liefert dabei den mathematischen Input für die Softwarelösung. RISC ist dabei Spezialist in der Medizininformatik, gerade bei fortgeschrittenen Computertechnologien. INFORMATICS ist als Schnittstellenspezialist für die Integration und Darstellung der Daten im Projekt verantwortlich. Der reibungslose Informationstransfer steht dabei an oberster Stelle. Das MedTech-Projekt wird vom Innovationsprogramm „Eurostars“ der Europäischen Union gefördert.

nach obennach oben